Juhu, wir sind nicht mehr nur zu zweit. Die Gruppe von Jonny begleitete uns heute morgen zum Masai Mara Village. Als wir gegen 7.30 Uhr fertig waren mit frühstücken, begrüßte uns ein großer Masai Mann namens Ben und nahm uns alle mit in sein Dorf. Wie sich später herausstellte war er einer der Söhne des Dorfoberhauptes.
Kleiner Fakt am Rande: Die Masai leben polygam und das Oberhaupt dieses Dorfes hat 5 Frauen. Der Wert einer Frau misst sich in 10 Kühen und dem Haus, das sie aus Lehm und Dung baut. D.h. jede Frau hat ihr eigenes Haus und es dauert ca. 6 Monate es zu bauen. Daraus folgt auch, dass der Masai Mann umso reicher wird, je mehr Töchter er hat, da er bei deren Heirat die ganzen Kühe bekommt. Die Tiere werden an den Ohren gekennzeichnet, damit sie dem jeweiligen Mann und seiner Familie zugeordnet werden können, wenn sie mit anderen weiden. Außerdem bekommen die Erstgeboreren jeder Familie ab dem 10. Lebensjahr die Ohren durchstochen und geweitet.
Alle 9 Jahre wechseln die Masai ihr Dorf, weil die Häuser durch das Wetter sowie durch Termiten zerfallen.
Im Dorf durften wir so viele Bilder machen, wie wir wollten und die Masai tanzten sogar für uns. Das war echt ne cooles Erlebnis. Nach einer Weile gaben sie uns ihre Shuka (Decke, die sie immer über den Schultern tragen) und forderten uns auf mitzutanzen.
Anschließend zeigte einer der Männer uns wie er ein Feuer mit nur zwei Stöcken entfacht. Er drehte einen Stock ( hartes Holz) ganz schnell auf der Stelle hin und her, bis auf dem Stück Holz darunter (weiches Holz) plötzlich Rauch aufstieg. Vorher hatte der Masai einen trockenen Ast auseinander genommen, sodass eine Feuergrundlage entstand. Es war sehr beeindruckend und sah unglaublich anstrengend aus. Er schaffte es natürlich und erklärte, dass das Feuer für die Häuser, sobald es einmal brennt, die ganzen 9 Jahre an bleibt, bis sie weiterziehen.
Um ein Masai Krieger zu werden, müssen die Männer 5 Jahre in der Masai Mara verbringen, wo sie alles über pflanzliche Medizin, die Wildnis und die Geschichte der Masai lernen. Bevor sie allerdings in ihr Dorf zurück kehren können besagt die Tradition, dass sie einen Löwen töten müssen. Die Krieger tragen, zusätzlich zu Stock und Shuka, viel Schmuck und Tattoos, letztere werden in die Haut gebrannt. Nach der Feuerdemonstration teilten wir uns auf, wir durften uns nämlich die Häuser anschauen. Wir drei Frauen wurden zu Ben eingeladen. Es war sehr dunkel im Inneren und unglaublich rauchig, weshalb es uns etwas schwer fiel die Augen aufzuhalten. Wir saßen um die Feuerstelle herum und stellten Ben einige Fragen. Er hat eine Frau, die ebenfalls anwesend war, und zwei Töchter. Eine ist gerade erst einen Monat alt. Er hätte später gerne noch 2 weitere Frauen, die ihm dann mit den Tieren und den Kindern helfen sollen. Dafür braucht er aber noch ein paar Kühe. 😝 Als wir aus dem Haus traten wurden uns Ketten und Armreifen zum Verkauf angeboten. Wir kauften 2 Ketten. Anschließend schauten wir uns noch ein wenig die Arbeit der Frauen an. Sie hatten Stände aufgebaut und verkauften Souvenirs. Ben meinte aber kurze Zeit später, dass wir zurück ins Camp müssen. Es wurde Zeit Richtung Nairobi zu fahren.
Auf der Fahrt waren wir alle sehr ruhig, vielleicht aufgrund der schlechten Stimmung am Abend davor oder einfach weil wir müde waren.
Zum Mittagessen stoppten wir bei einem coolen kleinen Restaurant, das sich auf einem schön gepflegten, modernen Gelände befand. In dem Gebäude nebenan wurden Schuhe, Armbänder und Taschen produziert und gleich daneben konnte man die Waren kaufen. Es war ein niedlicher kleiner Laden namens Ubuntu und natürlich kauften wir uns eine Kleinigkeit.
Dann ging es weiter Richtung Nairobi. Als wir dann endlich wieder Zuhause ankamen verabschiedeten wir uns von Linus, nicht ohne das Problem vom Vorabend anzusprechen, aber er wirkte nicht sonderlich einsichtig. Wir entspannten ein wenig in der Wohnung und als später Mark und Kayla von der Arbeit zurückkamen erzählten wir ihnen von unseren Erlebnissen. Heute abend wird auch eine weitere Voluntärin namens Peli hier ankommen. Wir werden uns aber erst morgen kennen lernen, da wir zu müde sind um noch so lange zu warten. Es waren wirklich ereignisreiche 4 Tage. 😊👍
Yaaay we're not alone anymore. Johnny's group joined us for a visit to the Masai village this morning. After breakfast at 7.30 am, a tall Masai guy, named Ben, greeted us und took us with him to his village. It turned out that he is the chief's son.
Little fact: the Masai live polygamously and the chief has 5 wifes. The value of a woman is measured by 10 cows and a house that she has to built. It's made of dung and mud.
Every 9 years the Masai move to a different place, cause this is the amount of time the mud-house lasts. It gets destroyed by weather and termites. Every woman has her own house and it takes 6 months to built.
The Masai man gets richer with every daughter he has, as he gets 10 cows by the time she marries. The cows are pierced or marked on their ears to seperate them from the others and to sort out, which family they belong to.
The first born Masai in every family gets the ears pierced and streched by the time they turn 10.
We were allowed to take lots of pictures and they greeted us with a welcome dance. That was really impressive. After a while they gave us their Shuka (the blanket they wear over their shoulders) and asked us to dance with them.
After that one of the men showed us how to make a fire with a stick. He twisted it around and around, until it started smoking. Earlier on the Masai prepared some dried material to feed the fire. It was really cool, he managed within 3 minutes. He was exhausted after though. He explained that once a fire burns for cooking and such, it stays on for 9 years until they move to another village.
To become a proper Masai warrior the men have to stay in the Masai Mara/ Serengeti for 5 years to learn everything about their culture, the medical plants and the nature. Before they can return to their village, they have to kill a lion. That's the tradition. The warriors wear in top of their Shuka and a stick, some jewellery and tattoos. The tattoos are different from ours and more like burn marks.
Our next thing to see was one of the houses. Ben took three of us to his home. It was very dark and smokey inside and it was difficult for us to keep our eyes open. We sat around the fire place and asked Ben some questions. He has a wife, she was there as well, and two daughters. One of them is only 1 month old. He'd like to have two more wifes in the future to help him with the animals and the houses. He needs a few more cows for that though. 😝
After we left the house they offered us to buy some of their bracelets and necklaces. We bought two. Then we went to see the women's work. They had market stalls also with jewellery and souvenirs. Shortly after Ben told us that we have to leave, as we had to drive back to Nairobi. We were all very quiet in the car... maybe because of yesterday or just because we were quite tired.
For lunch we stopped at a nice restaurant that was built in a very neat, modern area. The building next door was a shop called Ubuntu that makes and sells shoes, bags and other little goodies. On one side you could see the workers and on the other was the shop. Of course we couldn't help it but by something. Then we hit the road again towards Nairobi. Finally back home we said goodbye to Linus and tried to talk to him about the situation last night, but he didn't seem very understanding.
We relaxed in the flat and waited for Kayla and Mark to come back from work and to tell them about our trip. Today another volunteer will arrive, her name is Peli. I think we won't see her tonight, as we're just too tired to stay up. The last 4 days were very eventful. 😊👍
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